Tuesday

Annes Start ins Neue Jahr

Hallo liebe Freunde in Deutschland und da, wo ihr euch alle gerade so herumtreibt!!
 

Ein sehr verspätetes Neues Jahr wünschen wir euch und nutzen gleich noch die Gelegenheit, euch etwas auf den neuesten Stand zu bringen. Das werden wir beide wiedermal getrennt erledigen, denn sowohl Weihnachten, als auch Silvester und den ganzen Januar haben wir in verschiedenen Teilen Brasiliens verbracht.
In diesem Post wird Anne also ein weing von ihren Erlebnissen berichten.





Nun gut... am 23. Januar war Weihnachtsfeier hier bei CIEDS mit traditionellen Julklapp. Wir haben viel gelacht und noch mehr gegessen (sowieso gab es um die Weihnachtszeit herum viel zu viel gutes Essen) und uns schliesslich von unseren Kollegen verabschiedet: Weil Piu am 1. Januar für 20 Tage nach Manaus und ich kurz darauf für einen Monat nach Bahia fliegen würde.


Salvador (Hauptstadt Bahias)




Vorher verbrachte ich aber noch Weihnachten und Silvester im vertrauten Kreis von Familie und Freunden. Ersteres sah in Kurzfassung ungefähr so aus: Das Haus füllte sich am Abend des 24. mit über 30 fröhlich-lauten Familienmitgliedern und Bergen von Essen (von Truthähnen, über Früchte und Torten in allen Grössen und Farben, bishin zu Sashimi), in welchen sich die gemischten (!!!) Herkünfte ihrer Vorfahren widerspiegelten. Unter unserer Weihnachtspalme (dieses Objekt hat Karina erfunden: Statt einer "imperialistischen" Tanne, wollte sie lieber etwas Brasilianisches und suchte gemeinsam mit Renato auf dem Markt eine 3-Meter-Palme aus, die sich bis heute unter unserer Wohnzimmerdecke krümmt... stellt euch vor, wie prickelnd es war, um alle Blätter Leuchtketten zu wickeln) stapelten sich in Glitzerpapier eingewickelte Geschenke und es war schwierig, die Kinder bis um Mitternacht auf andere Gedanken zu bringen. Lange Rede kurzer Sinn: Es war ein sehr schönes und ausgelassenes Fest!


Am übernächsten Tag fuhren wir alle gemeinsam (das heisst im Klartext über 22 Leute) an den Strand, wo wir praktisch eine Woche, nur gestört von gelegentlichen Wolkenbrüchen, am Strand faulenzten und im übrigen die Nacht zum Tag machten. Silvester fügte sich sehr gut ein. Wir opferten der Candomblé-Göttin des Wassers, Iemanjá, Blumen. Ausserdem wurde ich noch mit anderen exotisch-brasilianischen Silvesterriten vertraut gemacht. Unter anderem musste ich über sieben Wellen springen und mir dabei jedes mal etwas wünschen.

Alles war wunderbar!
Nach Silvester verbrachte ich noch vier höchst ereignislose (und philippelose - weil der sich schon nach Manaus aufgemacht hatte - ) Tage im CIEDS-Büro bevor ich mich am 7. Januar endlich(!!!) für einen Monat nach Bahia aufmachte. Allein. Erstmal. Nach einer Woche kamen Alê, Karina und meine kanadische Gastschwester Mi nach. Es fällt mir leider sehr schwer, eine angemssene Zusammenfassung für diese Reise aufs Papier zu bringen. Ich werde es mit Fotos kompensieren, die wahrscheinlich schon genug erklären.











Für alle mit vertieftem Interesse an meiner Reise oder an der Region Bahia biete ich eine Rundmail an (einfach per Mail anfragen). Lass hier nur ganz kurz angemerkt sein, dass Bahia im Nordosten Brasiliens eine beeindruckende Region ist, wo sich afrikanische Bräuche mit europäischen Kolonialallüren vermischen... voller Samba und (so turimässig es klingen mag) Lebensfreude. Ich kam schwer beeindruckt und etwas traurig ob meiner Rückkehr nach São Paulo zurück.

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