Nach den Monaten die Anne und ich nun schon hier im Projekt zusammen mit den Jugendlichen verbracht haben, begannen wir uns mehr und mehr eigene Aufgaben zu suchen und auch von unserer Seite unabhängige Workshops etc. anzubieten. Es war schlussendlich aus dem Nichts, dass die Idee kam, ihnen zu ermöglichen auch ein Jahr oder zumindest ein paar Monate im Ausland zu verbringen. Da wir wussten, dass der AFS Vollstipendien vergibt, wandten wir uns an de nationalen Präsidenten der Organisation, den wir bereits kennen gelernt hatten und der uns damal eingeladen hat, doch einfach mal bei ihm vorbei zu schauen oder einen gemeinsamen Kaffee zu trinken. Wir fanden, dass unsere Idee ein ziemlich guter grund war dieses Angebot wahrzunehmen. In einfachen Worten: er war begeister. Selbst aus einer Favela stammend, war er damals einer unter ein paar jungen Paulistanos, denen durch eine Initiative des Staates von São Paulo ein Vollstipendium für die USA bei AFS ermöglicht wurde. Nun ist er wie gesagt nationaler Präsident der Austauschorganisation und besitzt eine erfolgreiche Firma. In seinen Augen waren wir beiden genau zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Idee gekommen.
Was nämlich fehlte, war nicht der Wunsch von AFS dieses damals mit ihm realisierte Projekt aufrecht zu halten, sondern einfach die Partner. Der Staat von São Paulo sah das damals als einmalige Initiative und als non-profit NGO fehlte es AFS an jeglichen Mitteln für eine nachhaltige Gestaltung des Programms. Nun jedoch kamen Anne und ich mit dieser Idee wieder: Warum den Austausch nur für diejenigen ermöglichen, die ihn bezahlen können? Austausch muss demokratisiert werden und jeder sollte zumindest die Chance bekommen. Das steht doch auch gerade im Sinn der interkulturellen, toleranzfördernden Erfahrung. Natürlich kann keiner von uns beiden die Vollstipendien aus eigener Tasche bezahlen. Wer würde diesen Teil also übernehmen? Die Antwort lag in unserer Arbeit hier. Schliesslich arbeiten wir in einem Projekt, was die Demokratisierung der Kommunikation promoviert und auch praktisch versucht diese Ideologie umzusetzen. Dies alles mit finanzieller und institutioneller Unterstützung von Unicef. Alldies war Teil unseres ersten Gesprächs mit unserem Freund bei AFS.
Mittlerweile, einige Meetings später, zu denen wir erfolgreich die Partner Viração, Cieds, AFS und Unicef an einen Tisch bringen konnten, ist es nun soweit. Das Projekt findet statt! Es müssen zwar noch viele Details abgestimmt und organisiert werden, auf das wichtigste jedoch - die gemeinsame Zusammenarbeit - wurde sich nun geeinigt und ein Vollstipendium steht schon. Es wird an einen Jugendlichen vergeben werden, der unter denen noch ausgewählt wird, die an dem Projekt der Unicef in den Favelas teilnehmen und ihn für ein Jahr als Austauschschüler nach Deutschland bringen. Dies ist jedoc nur der Anfang. Nebenbei werden Geldmittel für weiter Stipendien gesammelt. In den Gesprächen wurden auch bereits Perspektiven für die Zukunf projeziert, dieses Projekt und damit die Partnerschaft auf Brasilien auszuweiten und somit ein Netzwerk aufzubauen.
Wir hoffen euch bald wieder gute Neuigkeiten über unsere Initiative schreiben zu können!
Anne und Philippe
Semra, Familie & Reisen
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Die letztenWochen gingen sehr schnell vorbei, genauso wie das Jahr an sich.
Das lag vor allem an Semra, die ein paar Wochen in Hoi An verbrachte. Die
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16 years ago




